Beitrag 41: Meine Methode

Beitrag 41: Meine Methode

Zuletzt warf ich die Frage auf – oder sie warf sich mir auf – ob ein Mensch Geschichte überhaupt kennen kann.

Meine Methode mir Geschichte zu erschließen besteht zu einem guten Teil darin, mir die künstlerische Produktion der betrefflichen Zeit anzusehen. Kunst ist quasi die durch Menschen gestaltete Manifstierung der jeweiligen Gegenwart.

 

Ich will das erläutern an zwei Beispielen aus meinem Leben. Cloak and Dagger, die Comic-Erzählung. Ein poetisches Bild aus den Jahren 1985+. Die waren Ausreißer, junge Menschen, die in der gesellschaftlichen Gegenwart, in die sie hineingeboren wurden keinen Platz für sich fanden und aufbrachen jenseits dieser Strukturen und Formen ihren Platz zu suchen. Sie mussten feststellen, dass die Gesellschaft die Realität ausmacht, die Realität ist, und der Realität kann man nicht entkommen.

Ihre Verwandlung findet statt, als sie nach Ellis Island entführt werden und von Ellis Island entkommen. Um zu entkommen müssen sie als diejenigen, die sie waren sterben und verändert wiedergeboren werden.

Ellis Island war das Symbol für Immigration von Europa nach USA. Es war das Nadelöhr, durch welches Menschen mussten um vom Europäer zum Amerikaner zu werden. Noch heute wird New York „Immigration City“ genannt.

Durchschwimmen wo das Meer zum Hudson wird ist das Überwinden der letzten Grenze von der alten in die Neue Welt.

Verstehen Sie die Symbolik?

Zwei Kinder aus den gegensätzlichen Polen der modernen US-Gesellschaft finden zueinander, bzw. werden vom Schicksal aneinander gekettet, indem sie dort sterben und wiedergeboren werden wo eben diese Gesellschaft ihren Keimzelle hat! Aber diese Gesellschaft ist kaputt, quasi verschmutzt von einem Bösen, das sich aus ihrer Mitte selbst erschafft. Und da sie durch ihren Ausbruch aus dem, worein sie geboren wurden, nicht entkommen konnten sondern nur diesem Bösen anheimfielen, das sie tötete, beschließen sie, das Gegenteil zu tun: diese Gesellschaft von ihrem Bösen zu reinigen!

Verstehen Sie?

Und wenn Sie verstehen, dann können Sie erkennen, dass Cloak and Dagger einen wesentlichen, signifikanten Charakterzug der Zeit 80ger Jahre des 20. Jahrhunderts ausdrückt!

Die 80ger waren reich an Jugendbewegungen, die ausbrachen aus der Welt, in die die Menschen hineinwuchsen, waren reich an experimentellem und Utopien, an Suchen nach neuen Wegen. Wir waren Ausreißer! –  und wurden in den 90gern zum Scheitern einer ganzen Generation! Indem die Realität die Menschen einholte. Aber es gab das Zurück nicht.

Die Bewegungen damals waren echt, aber es gab die feindliche Übernahme. Die Entführung. Durch Politische Parteien, Geheimdienste, Kartelle/Konzerne, Drogenhändler, Karrieristen usw.

Am Ende waren die Bewegungen tot. Ihre Individuen verwandelt und alleine.

Sie verstehen?

Diese Bewegungen machten insgesamt so etwas wie ein linkes Spektrum her. Was als echter Aufbruch begann endete als Regime Change Operation von Rot/GRÜN!

Ich, oder wir, wie immer man reden will, ich bleibe mal bei „ich“, habe nicht begriffen wann der Tunig Piont war und wo.

Irgendwann konnte nicht mehr geleugnet werden, dass das sogenannte linke Spektrum, in Deutschland und Österreich jedenfalls, unter die Steuerung durch den israelischen Geheimdienst gefallen war.

Das aber vertiefe ich in diesem Beitrag hier nicht.

Den Mitläufern war das egal. Die liefen einfach weiter mit. „Links“ wurde jetzt zu ihrem Geschäftsmodell. Entsprechend wird „links“ ständig den jeweils neuen Bedürfnissen des Geschäftes neu angepasst.

Und so kehrt alles dorthin zurück, wo es begann!

 

Wir lesen ein Gedicht von Gottfried Benn aus dem Jahre 1936:

 

Gottfried Benn: Wer Allein Ist
1936

Wer allein ist, ist auch im Geheimnis,
immer steht er in der Bilder Flut,
ihrer Zeugung, ihrer Keimnis,
selbst die Schatten tragen ihre Glut.
Trächtig ist er jeder Schichtung
denkerisch erfüllt und aufgespart,
mächtig ist er der Vernichtung
allem Menschlichen, das nährt und paart.

Ohne Rührung sieht er, wie die Erde
eine andere ward, als ihm begann,
nicht mehr Stirb und nicht mehr Werde:
formstill sieht ihn die Vollendung an.

 

Ein anderes poetisches Bild aus einer anderen Zeit, dem Jahre 4 des 1000jährigen Reiches! War unsere Comic-Geschichte eine Geschichte von Tod und Auferstehung, von den drei christlichen Grundwerten Glaube-Liebe-Hoffnung, von Verzweifeln aber Kämpfen gegen das Unbesiegbare solange man gemeinsam ikämpft, so kommt Benn weit danach. Er blickt in das tausendjährige Reich. Und tausend Jahre sind eine weit längere Lebensdauer als ihm möglich.  Er sieht die Welt, den Planeten und alles Werden und Vergehen darauf als ein vollendetes Perpetuum Mobile, er irgendwo inmitten, ein Sandkorn, nicht mehr, das versuchen kann zu begreifen aber nichts davon willentlich steuern. Es kann mittun oder sich herausbrechen. Für das Große Ganze macht das keinen Unterschied. Sand liegt still oder wird verweht. Das Ich, ein kleines Individuum alleine, das Du, der ganze Rest. Sie sehen sich nur gegenseitig an, ohne Rührung, ohne Wunsch und wollen.

Das war nur knapp eineinhalb Jahrzehnte nach der Revolution, die den ersten Weltkrieg beendete! Heute ist es üblich über die Kommunisten herzuziehen. Sie haben verloren. Pech. Tatsächlich waren es aber die Kommunisten und nur die Kommunisten, die den ersten Weltkrieg beendet hatten!

Alle, ALLE, ALLE anderen wollten ihn fortsetzen!

Alle glaubten, sie könnten doch noch siegen, Russland, Deutschland und Österreich als Reiche, Großbritannien als Imperium ihrer Majestät oder Frankreich als Demokratie und Imperium, und sie hätten so lange weiter Krieg geführt bis alle Soldaten tot gewesen wären, da übernahmen die Bolschewiki in Russland die Macht und zogen den Schlussstrich!

Wie immer man die Bolschewiki sonst werten mag, diese historische Tatsache kann nicht ernsthaft geleugnet werden!

Auf einmal hatten alle führenden Kräfte Angst in ihrem Land könnte sich wiederholen was in Russland geschehen war. Ihr Feind waren plötzlich nicht mehr die gegnerischen Staaten sondern das eigene Volk. Und wären die angloamerikanischen und französischen Führer nicht so gierig gewesen und hätten auf die Versailler Verträge bestanden, die Lenin vehement ablehnte, es hätte niemals eine NAZIzeit gegeben. Die 20ger, ein kultureller Aufbruch in Deutschland wurde nicht begleitet von einem ökonomischen Aufbruch und so endete es in dem, was Gottfried Benn in seinem Gedicht beschreibt.

                 ...wie die Erde
eine andre ward als ihm begann...

Aber dennoch nur eine sich selbst beständig reproduzierende Form!

Wir können festhalten: Cloak and Dagger beschreibt das Prinzip, das auch in den Jahren zwischen der Revolution, die den ersten Weltkrieg beendete und dem 3.Reich, das das tausendjährige werden sollte, wirkte – wie Gottfried Benn das Prinzip beschreibt, welches unsere heutige Gegenwart kennzeichnet, die des Jahres 2018.

Isoliert wird das Kulturprodukt natürlich nicht verständlich in seiner Zeit. Es erschließt sich eingebettet in  Wissen über das Umfeld in dem es entstand. Benns Gedicht eingebettet in dokumentarisches Wissen über die Zeit in der er lebte. Und so können wir wiederum von dem Gedicht auf die Zeit schließen in der wir leben. Umgekehrt: Cloak and Dagger kommt aus meiner Lebenszeit. Ich kann nun die Zeit Benns besser begreifen, indem ich dieses einen Lebensabschnitt von mir  begleitende Werk auf seine Zeit übertrage, beziehungsweise den inhaltlichen Kern in Korrespondenz mit der Zeit in der es entstand übertrage.

Gottfried Benns Lebenszeit ist die Vergangenheit auf der meine eigene Lebenszeit beruht. Darum funktioniert das. So erschließt sich mir Geschichte. Und darum ist kulturelle Bildung eine sehr gute Wappnung gegen politische Manipulation. 

Darum gibt es auch diese radikale Kulturvernichtung oder Vernichtung kulturellen Bewusstseins. In den sogenannten Geisteswissenschaften gibt es ganze Studiengänge, die nur ein Ziel verfolgen: die Ausrottung gewachsener Kultur! Dann flutet man die Medien mit kulturlosem Gezücht. Menschen die kein Kulturbewusstsein haben sind angreifbar für Manipulation und willfährige Opfer politischer Gängelung! Setzt man solche in Führungspositionen und Medien haben eine Führungsposition in der Gesellschaft, so  – den Satz beenden sie jetzt selber für mich!

Was folgt daraus?

Zur Fußball-WM wird es zu einer Großoffensive der NATO-Knechte gemeinsam mit den NAZI-Strukturen in der Ukraine gegen den Donbass kommen und wahrscheinlich zu Terroranschlägen auf der Krim. Das kann man wissen. Man muss nur mit offenen Augen durch die Welt gehen. Mit deutscher Hilfe und mit Unterstützung der deutschen Propagandaapparate. Nichts kann das aufhalten. Die Terroranschläge auf der Krim kann der russische Geheimdienst verhindern. Wahrscheinlich sind Medschli damit beauftragt. Aber es können auch mit WM-Pass eingeschleuste sein. Es Medschli machen zu lassen wäre unklug, denn das sind die mit welchen die Terrorabwehr auf jeden Fall rechnen muss.

Der Washington Examiner hat bereits zu Anschlägen auf die neue Brücke über die Straße von Kertsch aufgerufen. Solche Artikel erscheinen  nicht, weil irgend ein durchgeknallter Journalist seine Gewaltphantasien ausleben will. Das würde kein Redakteur durchgehen lassen. Sie werden platziert um Reaktionen hervorzurufen und diese auswerten zu können. Sie sind bereits Teil des Anschlages. Man bläst nur ab, wenn die Reaktion zu negativ ist. Für die NATO ist diese Brücke nicht nur ein monumentales Bauwerk. Es ist ein Symbol vom Ende ihres Traums von der Eroberung Sewastopols!

Die Brücke symbolisiert aber auch die Grenzen der Macht des Westens. Sie ist ein Pfahl in seinem Fleische! Sie sagt den westlichen Führungen: „Ihr könnt jammern, Ihr könnt schreien, keiner hört Euch mehr zu!“ Westliche Führungen sind nicht bekannt für Einsicht und Vernunft!

Was daraus folgt? Erst mal ein „Lasst Euch nicht manipulieren!“

Aber dabei kann es nicht stehen bleiben!