Eintrag 56: Kurzer Leitfaden für zukünftige Historiker

Eintrag 56: Kurzer Leitfaden für zukünftige Historiker

I. Ausgangspunkt

Am 21.11.2018 wurde der 5.Jahrestag des sogenannten Maidan-Aufstands in er Ukraine begangen.

Maidan
Kiew Majdan Januar 2014

Nach neuester Mode wird das seit ein paar Monaten auch „Revolution der Würde“ genannt.

Der Bundesaußenminister Maas lässt auf der Seite des Außenamtes folgendes verkünden:

Vor fünf Jahren gingen tausende Ukrainer auf den Maidan in Kiew, um von ihrem demokratischen Recht Gebrauch zu machen: Sie erhoben ihre Stimme für den Rechtstaat und für eine freie und souveräne Ukraine. Wir haben die Hoffnungen dieser Menschen nicht vergessen. Wir haben auch das Leid nicht vergessen‎, das die Ukrainer in den letzten fünf Jahren erdulden mussten –  mehr als hundert Menschen sind bei den Protesten zu Tode gekommen, mehrere tausende Todesopfer hat der Konflikt in der Ost-Ukraine gefordert. Noch heute fallen jeden Tag Schüsse im Donbass. ‎Wir werden uns deshalb weiter entschieden für Frieden und für die territoriale Integrität der Ukraine einsetzen. Und wir werden die ukrainische Regierung weiter dabei unterstützen, Reformen umzusetzen, um das Leben der Menschen zu verbessern.

Mit Ausnahme der Partei Die Linke taten die Bundestagsparteien Deutschlands sich besonders hervor, diesen Aufstand zum Gelingen zu bringen.

Kiew Bessarabskaja Januar 2014

Der Vorgänger im Amt des Heiko Maas und heutige Bundespräsident Steinmeier war einer der 3 Vertreter der EU, die mit der Regierung, gegen die der Aufstand gerichtet war, einen friedlichen Übergang aushandelten und vertraglich fixierten.

In der Nacht vom 21. auf den 22.Februar 2014, als dieser Vertrag rechtswirksam werden sollte, fand in Kiew ein bewaffneter Putsch statt durch den eben jene ukrainischen Politiker die Macht an sich rissen, die den Vertrag stellvertretend für “ den Maidan“ unterschrieben hatten. Anstatt auf die Einhaltung des Vertrages zu pochen, wozu sie sich verpflichtet hatten, schlugen die 3 Vertreter der EU sich auf die Seite der Putschisten.

II. Wirkung

Seither geschieht mit der Ukraine ein rasender Downfall.

Im östlichen Teil, der, welcher in der Zarenzeit Novorussia hieß und von der UdSSR der Ukraine zugeschlagen wurde, entwickelte sich rasant Widerstand gegen die Putschisten. Der Donbass löste sich ab, Versuche der Kiewer Zentralregierung, ihn gewaltsam mit militärischen Mitteln unter ihre Kontrolle zu bringen scheiterten. Seither tobt dort Krieg mit bisher über 10 000 Toten und doppelt so vielen Schwerverletzten. Ein zwischen
Staats- und Regierungschefs von Weißrussland, Russland, Deutschland, Frankreich und der Ukraine in Minsk ausgehandeltes Abkommen zur friedlichen Beilegung wird von der Ukrainischen Führung bis heute boykottiert. Die Hafenstadt Odessa wurde diszipliniert indem am 01.Mai 2014 über 4 dutzend Menschen bei lebendigem Leibe von ukrainischen NAZIs verbrannt wurden. Die vom damaligen Chef der KPdSU Nikita Chruschtschow 1954 im Vollsuff der Ukraine angegliederte Halbinsel Krim löste sich per Volksentscheid von der Ukraine ab und kehrte zurück zu Russland.

Milliardenkredite von USA, EU und IWF fließen in das Land, aber keiner weiß genau wohin das Geld verschwindet. Die Bedingungen für die Kredite verlangen eine rücksichtslose Ausplünderung der Bevölkerung. Die Wirtschaft schrabbt unentwegt am Rande des Kollaps. Die Industrie, darunter die berühmten Antonov-Werke, liegt mehr oder weniger brach, da die Politik sie von ihrem Hauptabsatzmarkt, der Russische Föderation, abschneidet. Medienberichten zu Folge haben ganze Städte diesen Winter noch nicht einmal genug zum heizen. Das obwohl die Ukraine eines der rohstoffreichsten Länder Europas ist, genau genommen neben der Russischen Föderation DAS rohstoffreichste, und über landwirtschaftliches Potential verfügt, welches zusätzlich zum Eigenbedarf noch die halbe EU jedes Jahr ausreichend mit Nahrungsmitteln versorgen könnte! Heute haben  viele Einwohner der Ukraine noch nicht einmal ausreichend zu essen.

Genaue aktuelle Zahlen stehen nicht zur Verfügung, offiziell nach Angaben der staatlichen Statistiken der Ukraine verlassen seit 2014 jährlich um die eine Millionen Staatsbürger die Ukraine. Die Dunkelziffer liegt allerdings wesentlich höher. Verschiedene Schätzungen gehen von 12 bis 14 Millionen Auswanderern seit Februar 2014 aus. Zu Beginn viele davon um sich dem Kriegsdienst zu entziehen, da sie nicht im Donbass auf die eigene Bevölkerung schießen wollten!

Verfolgungen, gesetzwidrige Inhaftierungen und Ermordungen von Bürgern, die der Putschisten-Regierung offen kritisch gegenüberstehen gehören zum Alltag. Es herrscht ein Regime der Angst!

Die Putschisten-Regierung installierte einen intensiven Kult, der die Kollaborateure mit NAZI-Deutschland verherrlicht und das staatliche Bildungssystem erzieht die Kinder und Jugendlichen im Geiste des Faschismus.

An dieser Stelle möchte ich den Leser ausdrücklich in seinem eigenen Interesse auffordern, davon abzuleiten, was der Außenminister Heiko Maas unter „das Leben der Menschen zu verbessern“ versteht!

III.Hintergrund

Innenpolitisch: Unmut in der Bevölkerung wurde von einer Oligarchen-Clique genutzt, manipuliert und wo es möglich war radikalisiert um die Macht- und Marktanteile des seit der Wahl des Präsidenten Janukowitsch dominierenden Teils der Oligarchie zu kapern.

Außenpolitisch: USA und EU verfolgten das Ziel, die Ukraine wirtschaftlich und kulturell von der Russischen Föderation abzutrennen und als Aufmarschgebiet für den eventuellen Krieg gegen die RF zu nutzen.

Das wichtigste Ziel, wofür die führenden Kreise in den USA und der EU sich das eine Menge Steuergelder ihrer Bürger haben kosten lassen, war die Verdrängung der Russischen Schwarzmeerflotte aus Sewastopol und die Stationierung von NATO-Flotteneinheiten an der Krim und die damit einhergehende Kontrolle der Straße von Kertsch in das Asowsche Meer, somit die Verdrängung der Russischen Föderation aus dem Schwarzen Meer und die Kontrolle über die Zufahrt in das Asowsche Meer.

Genau dieses Ziel verfehlten sie allerdings, indem die Krim sich per Volksentscheid von der Ukraine löste und der Russischen Föderation anschloss.

Sevastopol 2014

Daher lässt die westliche Propaganda, in Deutschland direkt aus dem Außenministerium gesteuert, nicht locker, die Sezession der Krim als „Annexion“ zu bezeichnen.

Eine geringere Rolle, die aber dennoch groß genug ist um erwähnt werden zu müssen, spielten Interventionen des berüchtigten Milliardärs Soros! Seine „philanthropischen Gesellschaften“, im allgemeinen Jargon NGOs genannt, finanzierten fast die gesamte PR-Arbeit des Maidan-Aufstands, installierten das „Ukraine Crisis Media Center“ im Hotel Ukraina, dessen Material nahezu 1:1 als westliche Berichterstattung verbreitet wurde sowie den Radio- und Fernsehsender hromadske.tv.

Dahinter stand eine sehr undurchsichtige Spekulation seines Unternehmens Quantum-Funds auf ukrainische Staatsanleihen in Höhe mehrerer Milliarden US-Dollar, die durch einen erfolgreichen Umsturz und Anbindung an die EU um ein Drittel ihres Wertes an Gewinn einfahren sollten.

IV.Provokation am Asowschen Meer

Es ist leicht erkennbar, dass wenn nur wenige Tage nach dem 5.Jahrestag der sogenannten „Revolution der Würde“, welche die Ukraine auf Jahrzehnte ruiniert hat, ukrainische Kriegsschiffe in der Straße von Kertsch einen Zwischenfall mit der Russischen Marine provozieren, dieses Teil einer Strategie ist!

Der Russische Senator Alexej Puschkow meint, dass Poroschenko persönlich die Provokation angeordnet habe – kann sein, wahrscheinlich, aber auch der handelt wiederum nur als Handpuppe der NATO!

Die durch nichts demokratisch legitimierte sogenannte EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hatte bereits am 19.November eine aggressive Haltung der EU zur Einfahrt in das Asowsche Meer angekündigt: 

But today is also an opportunity to express the full unity of the European Union on the position we have already expressed of the non-recognition of the so-called „elections“ that were held on 11 November in Donbas and also our preoccupation over activities in the Azov Sea, which are damaging not only the Ukrainian economy, but also so many vessels that are flying European Union Member States‘ flags. So these are issues on which we will continue to work with full determination from all our Member States and obviously the European Union institutions and services, including taking appropriate targeted measures in the coming weeks or days.

https://ec.europa.eu/avservices/video/player.cfm?ref=I163746

Ende Oktober entsandte Großbritannien ein Kriegsschiff in das Schwarze Meer mit der Begründung, Russland wolle den freien Schifffahrtsverkehr in das Asovsche Meer behindern.

Es zeigen sich viele Indizien, dass diese Provokation seitens der EU angeordnet wurde!

Wir brauchen uns also nicht wundern, wenn der keine Heiko auf Twitter heuchelt:

Denn selbstredend ist das deutsche Außenministerium von Anfang an in die Ereignisse eingebunden wenn nicht sogar Berlin Urheber der Provokation an der Einfahrt zum Asowschen Meer ist!

Maidan 2
Kiew Maidan Januar 2014