Eintrag 69: Was Pompeos Lastwägen mit dem Carola-Rackete-nboot verbindet

Eintrag 69: Was Pompeos Lastwägen mit dem Carola-Rackete-nboot verbindet

I

Nach diesem Artikel werden mich alle hassen, ich muss ihn dennoch schreiben.

Deutschland hat eine neue Heldin. Sie trägt den fency name Carola Rackete und ist die Kapitänin eines Schiffes, das sogenannte Seenotrettung vor der Küste Libyens betreibt namens Sea Watch 3, ein Projekt, das von der deutschen Regierungshauptstadt Berlin aus betrieben wird.

Das ganze basiert auf einem Dilemma. Natürlich muss man Menschen, die in der Meerenge zwischen Italien und dem, was früher einmal Libyen war, in Seenot geraten retten. Man darf sie nicht ertrinken lassen.

Das weiß die organisierte Kriminalität und darum haben ihre Betreiber ein Multimilliarden-Business daraus gemach, Menschen aus Afrika Geld dafür abzunehmen, sie in See-untaugliche Boote zu verfrachten und damit in das Meer hinaus zu schicken. Man weiß, dass sie gerettet werden müssen und sollte das einmal nicht klappen, pah, eben Pech. Auf diese Weise sterben jährlich Menschen im unteren dreistelligen Bereich im Mittelmeer.

Das ist kein Geheimnis und keine Verschwörungstheorie, das ist etwas, das kann jeder in seinem Sommerurlaub vor Ort überprüfen, wenn er den Mut dazu hat. Und wer diese Praxis kritisiert, wird mit dem Label „rechtsradikal“ mundtot gemacht.

Diese Vorgänge finden nicht nur zwischen Afrika und Italien statt, sie finden auch zwischen Marokko und Spanien statt.

Es ist allerdings Tatsache, dass das Thema vor allem von der politischen Rechten aufgegriffen wird, während die politische Linke mindestens durch Verschweigen sich mit der organisierten Kriminalität in dieser Sache gemein macht.

So hat Lauren Southern mit ihrem Team erst vor knapp einem Monat zu diesem Thema die Dokumentation „Borderless (2019)“ fertiggestellt und herausgebracht.

II

Die Geschichte von der Frau Carola Rackete mit den langen Dreadlocks, so wie sie von den Linken erzählt wird, ist denn ein Heldenmärchen wie es das linke Herz begehrt.

Nachdem sie heldenmütig 40 Ertrinkende vor dem sicheren Tod gerettet hat bringt sie diese vor die Insel Lampedusa.

Warum eigentlich unbedingt nach Lampedusa?

Tagelang muss sie vor dem Hafen warten.

Warum fährt sie nicht weiter, zu einem anderen Ort?

Dieses Ausharren wird verursacht von einem bösen Monster namens Matteo Salvini, seines Zeichens Innenminister Italiens, der nur andocken lässt, wenn er von anderen europäischen Staaten die Zusicherung erhält, dass diese die Flüchtlinge aufnehmen.

Die Mär erzählt, dass der Frau Carola Rackete das dann zu lange gedauert hat und sie die Flüchtlinge eigenmächtig an Land brachte. Auf Lampedusa.

Was die Mär auslässt ist, dass sie hierfür ein Boot der italienischen Küstenwache rammte und somit das Leben der auf diesem Boot befindlichen Beamten in Gefahr brachte, deren Tod billigend in Kauf nahm.

Und da fängt die ganze Heuchelei schon an sichtbar zu werden. Es gibt also Leben, das gerettet werden muss und Leben, das vernachlässigt werden kann.

Es ist im Seerecht eindeutig geregelt was ein Schiff darf und was nicht. So steht zum Beispel im „Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen„:

Es gibt noch wesentlich mehr Gesetze und Kodices, gegen die sie verstoßen hat, ich zitiere diese Artikel allerdings aus einem bestimmten Grund: ohne jeden Zweifel sollte mit dieser Aktion eine Propagandawirkung erzeugt werden!

Es ist die selbe Vorgehensweise, die wir aus den Regime-Change-Aktionen in unliebsamen Staaten her kennen, die selben Methoden, die wird als „Methods of Nonviolent Action“ aus dem Hause Gene Sharp her kennen, die keineswegs „nonvilent“, also gewaltfrei, sind, aber die so perfide geplant und ausgeführt werden, dass die Staatsorgane den Schwarzen Peter zugeschoben bekommen.

Wenn Salvini sagt, dies sei ein Akt des Krieges, so ist das nicht seine persönliche Meinung, er benennt etwas seit Jahrhunderten im Seerecht verankertes. Mit einem großen Wasserfahrzeug ein kleines Wasserfahrzeug absichtlich rammen ist das mit Abstand größte Verbrechen, dessen man sich auf See schuldig machen kann; in einen Hafen gewaltsam ohne Genehmigung der Behörden eindringen ist ein kriegerischer Akt. Das ist, ich wiederhole das, seit Jahrhunderten anerkanntes Recht!

Also stellt sich die Frage: WER und WAS stehen hinter der Frau Carola Rackete?

Wenn sie ein Kapitänspatent hat, dann weiß sie, wie verbrecherisch ihr Handeln war und sie kann es sich gar nicht selber ausgedacht haben, bzw. kann sie nicht unabhängig aktiv gewesen sein.

Sie weiß, dass sie wegen solch schwerer Vergehen ihr Kapitänspatent verliert und kein mit Seerecht befasstes Gericht ihr das durchgehen lassen kann. Denn wenn man so etwas einmal durchgehen lässt, kann es Schule machen und wenn so etwas Schule macht, ist eine todbringende Gefahr von der Leine gelassen!

Niemand also kommt auf so etwas, es sei denn – – –

Es sei denn, eine Macht steht hinter ihr, die groß genug ist, ihr das Gefühl zu geben, sie halte schützende Hand über sie. Eine Macht, der sie zutrauen kann, dass sie sich erfolgreich mit dem italienischen Staat anlegen kann und die mit Seerecht befasste Gerichte bedrohen kann.

III

Und da können wir freilich nur spekulieren. Aber Sea Watch hat seinen Sitz in der deutschen Bundeshauptstadt Berlin, der alles beherrschenden Macht in der EU, und es geht gegen das „Schmuddelkind“ Italien, jenes Land, das seit geraumer Zeit recht laut gegen den Brüsseler Bürokraten-Totalitarismus mobil macht.

Und Italien ist jenes Land, das seit einiger Zeit mit einer Idee auffällt, die dem € auf den Leib rückt, die sogenannten Mini-Bots.

Die Schweizer Hasndelszeitung beschreibt diese Mini-Bots folgendermaßen:

„Nach der ursprünglichen Idee würde der Staat Schuldscheine in kleinem Nennwert ausgeben, um Ausstände zu bezahlen – beispielsweise Steuerschulden bei den Bürgern oder Leistungen von Unternehmen. Diese Mini-Bots hätten eine ewige Laufzeit und sie würden auch keine Zinsen abwerfen. Damit würden sie sehr ähnlich funktionieren wie Geldscheine. Der Staat wiederum würde sie zur Zahlung annehmen (zum Beispiel für Steuern), so dass die Papiere tatsächlich einen Wert hätten.

Dennoch: Mini-Bots wären streng genommen keine Währung. Niemand wäre verpflichtet, sie als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Rom würde die Papiere in Einheiten von 1 bis 500 Euro ausgeben.“

Das steht ganz klar im Widerspruch zu den Interessen der Europäischen Zentralbank und den Interessen Berlins.

Griechenland fiel der mörderischen fiskalischen Knute dieser beiden zum Opfer. Italien könnte sich mittels der Mini-Bots ein griechisches Schicksal ersparen.

IV

Queen Elisabeth adelt Francis Drake

Haben wir es mit einer Heldin zu tun oder mit einer Franziska Drake?

Nur eben diesmal nicht Pirat im Dienst der britischen Krone gegen das Königreich Spanien sondern mit einer Piratin im Auftrag der EU gegen die Republik Italien!

Erfolge der Mini-Bots würden dem Europäischen Süden einen Ausweg aus der Herrschaft des Nordens eröffnen. Die Länder des Südens würden eigenständige Handlungsfähigkeit zurück gewinnen. Sie wären weniger erpressbar.

Und merkwürdig: findet diese Aktion der Carola Rackete exakt nach dem G-20-Treffen in Osaka statt!

Und so beantwortet sich die im Titel gestellte Frage: Pompeo wollte die Regierung von Venezuela kaltherzig und mörderisch aussehen lassen mit seinen 2 oder 3 dämlichen Lastwägen – „Oh seht, der böse, böse Maduro lässt keine Hilfsgüter für die armen Verhungernden in das Land“ – in Lampedusa ist es eine Frau, die sich scheinbar kompromisslos für Flüchtlinge einsetzt, die den Innenminister dumm dastehen lassen soll – und die nichts weiter als eine imperialistische Agentin ist!

So schreit schon die Chef-Gurke der deutschen Anti-Deutschen Jutta Ditfurth „Faschist, Salvini, Faschist! Befreit Carola Rackete!“ – ohne zu bemerken, dass es recht eigentlich an die deutsche Besatzungsmacht nach Mussolinis Sturz erinnert, wenn eine Deutsche glaubt, sie könne die italienische Souveränität mit Füßen treten!

V

Hasst mich meinetwegen, aber ich bin mit niemandem solidarisch, der sich zum Bestandteil imperialer Angriffe auf Länder des Südens macht! Das ist keine Heldentat, das ist Hinterlist zum Zwecke der Ausbeutung! Deutschland ist es so gewohnt, den europäischen Süden als seinen Hinterhof zu betrachten wie die USA es gewohnt sind, Lateinamerika als ihren Hinterhof zu betrachten. Das am meisten schockierende daran ist, dass die deutsche Linke das Herrenreiter-Bewusstsein so internalisiert hat, dass ihr nicht auffällt, sich auf diese Weise zum Erfüllungsgehilfen des Imperialismus zu machen.